Basisdemokratisches Bündnis:

Antifee - feiern gegen Sexismus und Nationalismus

Die Antifee kommt - Sommer 2007

Anfang September 06 initiierten das BB und diverse Basisgruppen Vorbereitungen für ein antisexistisches und antinationales Festival, dass im Juni 2007 stattfinden soll. Inzwischen haben sich weitere Gruppen angeschlossen, die das Konzept zu einem breit getragenen Event ausarbeiten wollen.

Infos gibt es unter der Adresse email-address oder auf der (noch provisorischen) Homapage www.antifee.de.

Der Ankündigungstext der Vorbereitungsgruppe:

Faire la fête

Es gibt Vorbereitungen für ein antinationales und antisexistisches Festival, welches nächsten Sommer stattfinden soll. Die Planung und Organisation wurde von verschiedenen Basisgruppen und dem Basisdemokratischen Bündnis initiiert. Wir verstehen uns jedoch als offenes und gruppenübergreifendes Plenum. Unser Ziel ist es, am Campus wieder eine (anti-)politische Kultur zu etablieren, die kritischen Inhalten mittels einer Party Ausdruck verschafft. Dabei wollen wir zeigen, dass Emanzipation und das schönere Leben sich nicht voneinander trennen lassen.

Bei der Umsetzung dieses Projektes wollen wir uns insbesondere auf zwei Themenschwerpunkte konzentrieren, namentlich der Kritik an Nation(alismus) und Sexismus.

BEAT down gender construction!

Es setzt sich vermehrt ein biologistischer Diskurs durch, der sich explizit von wichtigen Errungenschaften der letzten feministischen Bewegung distanziert, ja diese sogar bekämpft. Dies drückt sich in populärwissenschaftlichen Büchern wie "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" von Allen und Barbara Pease oder "Das Evaprinzip. Für eine neue Weiblichkeit" von Eva Hermann aus. Diese fordern mit einer Geschlecht naturalisierenden Argumentation die Rückkehr in traditionelle Familienbilder und Geschlechterrollen.

Deshalb fordern wir: Stereotypen zerfeiern!

Parallel dazu bricht der nationalistische Diskurs wieder durch. Gerade wenn der positive Bezug auf die deutsche Nation sein comeback feiert, halten wir ein dezidiertes Feiern dagegen für angebracht. Deutlich wird das daran, dass partikulare Interessen z.B. in Sozial- oder Studierendenprotesten scheinbar nur über den Nutzen für das deutsche Kollektiv gerechtfertigt werden können, oder etwa Sozialabbau mit dem Verweis auf den nationalen Standort durchgesetzt wird. Daran lückenlos anknüpfen konnte z.B. auch die popkulturelle Explosion deutschnationaler Phantasien während der vergangenen Fussball-WM.

Deshalb gilt: C ‘est une dance antinationale!

Geplant ist das Festival auf dem Campus der Universität (für die locals: die Wiese hinter dem blauen Turm) stattfinden zu lassen, mit diversen Bands, Workshops, Theaterstücken und Infoständen. Da das ganze ein offenes Event sein soll, bei dem außerdem möglichst viele soziale wie materielle Hürden abgebaut werden sollen, sollte das Festival kostenlos sein. Darüber hinaus stellt dies eine Möglichkeit dar, emanzipatorische Ansätze auszuprobieren. Bei einem solchen Projekt können wir jede Unterstützung gebrauchen! Wenn ihr Interesse habt, kommt einfach zum nächsten Treffen oder nehmt per Mail Kontakt mit uns auf.

kontakt: festival at bb-goettingen.de


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